The Platypus Affiliated Society, established in December 2006, organizes reading groups, public fora, research and journalism focused on the problems and tasks inherited from the "Old" (1920s–30s), "New" (1960s–70s) and post-political (1980s–90s) Left for the possibilities of emancipatory politics today.
The Latest from The Platypus Review:
- Decolonization and the LeftOn June 2, 2023, the Platypus Affiliated Society hosted a panel on decolonization and the Left at Cambridge University. The speakers were James Heartfield (former member of the Revolutionary Communist Party (UK), author of The Aborigines’ Protection Society and Britain’s Empires, Ralph Leonard (writer at unHerd), and Andrew Sanchez (Professor of Social Anthropology at Cambridge, author of Criminal Capital.
- Ghosts of Eurocentrism past: A review of Decolonizing EconomicsThe authors of our volume consciously distance themselves from “fake” decolonization and “co-optation” into the status quo. Yet, their arguments exemplify tendencies that have contributed to the Left’s current helplessness. The book offers little beyond a synthesis of writings fashionable within the “academic” Left, and there are significant omissions in a text that seeks to open debate rather than foreclosing it. I shall argue that these follow from a one-sided view of modern history and its contradictions.
- The three Rs: Reform, revolution, and resistanceOn July 13, 2025, the Platypus Affiliated Society organized a panel discussion on reform, revolution, and resistance. The panelists were Pablo Abufom (Coordinator for Palestine in Chile; Solidarity Movement), Camilo Ernesto MejĂa (Sandinista and anti-war activist), Jorge MĂşjica (MORENA), and Antonio RosellĂł (Partido Obrero in Argentina).
- The tragedy of Chilean electoralism: An interview with Pablo AbufomOn February 22, 2025, Platypus Affiliated Society members Tobias Kohlberger and Michael McClelland interviewed Pablo Abufom, a philosopher, translator, and biologist living in Chile. Abufom has been involved in struggles against neoliberalism in Chile for almost 20 years, as a student organizer, an activist for a new pension system, former director of the political movement Solidaridad, and, more recently, spokesperson for the Coordinadora por Palestina, a coalition of social movements for Palestinian liberation. In 2019, Abufom was a community organizer during the Estallido Social (social outburst) in Chile.
- Trump’s crypto madnessYet, beneath this glittering ascent lies a more sinister narrative: the Trump administration’s so-called “crypto revolution,” a policy blitz that promises to crown America as the “crypto capital of the world” but risks inflating a colossal bubble at the expense of the working masses.
Das Neueste aus Die Platypus Review:
- Der verwirrte Anti-Imperialismus der Palästina-KritikerDie Aussicht, in Gaza bald durch Bildungsreformen von Jared Kushners stolzer „unpolitischer Technokratie“ über Auschwitz zu lehren, läuft auf das hinaus, was Theodor Adorno als „die Kodifizierung des Unaussprechlichen“ bezeichnet hat.1 Diese Bemühungen werden scheitern – nicht nur wegen der von Joseph Klein beschriebenen „Neudefinition des Antisemitismus“ durch die NGOs in Washington und Tel Aviv, welche zu noch mehr Antisemitismus führt2 – sondern auch, weil die Grundprinzipien der individuellen Freiheit des Menschen besagen, dass man den Opfern des Holocaust nur durch eine weitgehend persönliche, autodidaktische Auseinandersetzung mit dem Thema gerecht werden kann. Was mich selbst betrifft, habe ich aus zwei Quellen über den Holocaust gelernt: Einerseits von meinem Lehrer an der öffentlichen Schule in Bir Zait – keinem Kushner-Technokraten, sondern einem Teilzeitfahrer aus der Arbeiterklasse aus den 2000ern – und andererseits von Philip K. Dick.
- Imperialismus: Was ist es und warum sollten wir dagegen sein?Unter den Begriffen des „Imperialismus“ und „Anti-Imperialismus“ hat die Linke in den letzten Jahren um die richtige Position zu den Konflikten um Ukraine-Russland und Israel-Palästina gerungen und sich dabei vielfach gespalten. Der Wechsel der US-Außenpolitik unter Trump und die Aufrüstung der deutschen Regierung haben das Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht, weshalb Platypus fragen möchte: Was versteht ihr unter Imperialismus? Was ist der spezifische Beitrag der Imperialismus-Schrift von Lenin und inwiefern ist diese heute noch relevant? Wie lässt sich aus der Geschichte anti-imperialistischer Kämpfe lernen? Was hat der Kampf gegen den Imperialismus mit dem Kampf für den Sozialismus zu tun?
- Die Naturalisierung des SchnabeltiersDie Gruppe Platypus veranstaltet seit einigen Jahren auch im deutschsprachigen Raum Diskussions- und Vortragsveranstaltungen zu linker Theoriegeschichte. Dabei ist nicht nur der unorthodoxe Mix aus Trotzkismus und Kritischer Theorie auffällig, sondern auch die positive Bezugnahme auf einige progressive Klassiker der bürgerlich-liberalen Tradition, insbesondere Adam Smith und Jean-Jacques Rousseau. Einen zentralen Aufsatz zur Begründung dieser Tradition ist von Spencer A. Leonard vorgelegt worden. Am Beispiel dieses Textes lassen sich die Probleme, in die sich die Platypus-Society mit ihrem theoretischen Framing bringt, darstellen.
- Wieso nicht Grönland?Kürzlich wurden, in einer an die X-Files erinnernden Szene, durch die Aufnahmen eines NASA-Satelliten die Überreste einer alten US-Atomwaffenbasis auf Grönland entdeckt. Das eigentlich vom Permafrost bedeckte „Camp Century” ist ein Relikt des Kalten Kriegs und ihr Wiederauftauchen eine treffende Metapher für Donald Trumps Vorschlag, das US-Territorium auf den zirkumpolaren Norden auszudehnen. Das scheinbar aus dem Nichts kommende Vorhaben hat in Wirklichkeit eine weit zurückreichende Geschichte.
- Was Musk und Trump noch verbindetSteve Bannon beschreibt die MAGA-Agenda der Präsidentschaft Trumps anhand von drei Grundsätzen: regulierter Handel, begrenzte Einwanderung und keine ewigen Kriege mehr. All das soll den nationalen Interessen und der Demokratie der USA dienen. NatĂĽrlich sind das Bannons Prioritäten und nicht unbedingt die von Trump selbst. Die drei Komponenten der Trump-Koalition fĂĽr seine Wahl zur zweiten Amtszeit waren nach Bannon: die traditionelle Republikanische Partei, die „Broligarchen“ aus dem Silicon Valley und dem Risikokapitalbereich sowie die „wahren MAGA-Anhänger“. FĂĽr diese sieht er drei Bedrohungen: das alte politische Establishment, die Wall Street und die permanente BĂĽrokratie des Deep States.Â


